Koordination des Hochwasserschutzes

Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

Um einen möglichst effektiven Hochwasserschutz zu gewährleisten, arbeitet der Deichverband Friemersheim mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen und ist Mitglied in einigen Vereinen und Arbeitskreisen. So findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Deichverband Duisburg-Xanten statt, deren Verbandsgebiete Teile des Duisburger Stadtgebiets links des Rheins, Moers, Rheinberg, Wesel und Xanten umfassen.

Ebenso findet, aufgrund der Auswirkungen von Bergsenkungen auf den Hochwasserschutz, ein intensiver Austausch mit der deutschen Steinkohle AG (DSK) statt. Des Weiteren findet eine Zusammenarbeit mit der Stadt Krefeld und dem Kreis Wesel statt. Darüber hinaus ist der Deichverband im Arbeitskreis des Kreises Wesel zum Hochwasserschutz vertreten und seit 2023 in dem neu von der Stadt Duisburg gegründeten Arbeitskreis „Hochwasserschutz in Duisburg“, bei dem alle Hochwasserbetroffenen Organisationen in Duisburg zusammenkommen.

Besonders zu nennen ist außerdem die Zusammenarbeit mit der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden die Überflutungsflächen auf dem Verbandsgebiet ermittelt und Szenarien entwickelt, mit deren Hilfe sich die Auswirkungen von Überschwemmungen und Deichbrüchen vorausberechnen lassen.

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V.

Im Frühjahr 1988 stieg der Wasserspiegel im Mittel- und Niederrhein auf Rekordhöhen. Das Wasser bedrohte Menschenleben und materielle Werte, es gab Schäden in Millionenhöhe. Um die Interessen der Anlieger zu bündeln und gemeinsam Maßnahmen zur Rückhaltung von Hochwasser am Rhein voranzubringen, wurde 1990 die Hochwassernotgemeinschaft Rhein gegründet, der auch der Deichverband Friemersheim und die Stadt Duisburg angehören. 

Die Hochwassernotgemeinschaft vertritt über eine Millionen Einwohner, die im hochwassergefährdeten Gebiet leben. Der Verein versteht sich als Solidargemeinschaft, deren Mitglieder sich zu gegenseitiger Hilfe verpflichten und denen bewusst ist, dass jeder Unterlieger auch Oberlieger ist. Aus diesem Grund arbeitet die HWNG Rhein e.V. auch eng mit niederländischen Kommunen zusammen.

Durch Schutz- und Gegenmaßnahmen können viele Hochwasserspitzen so weit gekappt werden, dass es erst gar nicht zu Überschwemmungen kommt. Zu den Aufgaben des Vereins gehört es deshalb, darauf hinzuwirken, dass Rückhalteräume - wie zum Beispiel Auenwälder - erhalten oder reaktiviert werden, wie es durch die Anlage von Poldern geschieht. Darüber hinaus versucht die HWNG zu erreichen, dass zukünftig Nutzungen vermieden werden, bei denen durch Hochwasser hohe Schäden entstehen können.

Das Programm VIKING als Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Um beim Hochwasserschutz die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern, haben die Provinz Gelderland und das Land Nordrhein-Westfalen das Programm VIKING ins Leben gerufen, in dem neben vielen anderen auch der Deichverband Friemersheim mitarbeitet. Innerhalb dieses Programms wurden unterschiedliche Systeme entwickelt, durch die Wasserverwaltungen und Katastrophenschützer besser zusammenarbeiten können. Drehbücher und Evakuierungspläne stehen ebenso zur Verfügung wie Kommunikationssysteme. In diesem Rahmen liefert VIKING einen wichtigen Beitrag zum besseren Informationsaustausch.

Grenzüberschreitende Hochwasserübungen haben wertvolle Informationen zur Weiterentwicklung des Programms erbracht, an denen in den nächsten Jahren alle an VIKING beteiligten Partner arbeiten werden. Dank VIKING gibt es aber jetzt eine Grundlage für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Hochwasser. Für die Art und Weise, mit der die technischen und organisatorischen Innovationen mit dem Übungseinsatz verbunden wurden, wurde dem Programm VIKING vom niederländischen Innenministerium der Innovationspreis "Sicherheit 2006" verliehen.

Arbeitskreis für Hochwasserschutz und Gewässer in NRW

Im Frühjahr 1988 stieg der Wasserspiegel im Mittel- und Niederrhein auf Rekordhöhen. Das Wasser bedrohte Menschenleben und materielle Werte, es gab Schäden in Millionenhöhe. Um die Interessen der Anlieger zu bündeln und gemeinsam Maßnahmen zur Rückhaltung von Hochwasser am Rhein voranzubringen, wurde 1990 die Hochwassernotgemeinschaft Rhein gegründet, der auch der Deichverband Friemersheim und die Stadt Duisburg angehören. 

Die Hochwassernotgemeinschaft vertritt über eine Millionen Einwohner, die im hochwassergefährdeten Gebiet leben. Der Verein versteht sich als Solidargemeinschaft, deren Mitglieder sich zu gegenseitiger Hilfe verpflichten und denen bewusst ist, dass jeder Unterlieger auch Oberlieger ist. Aus diesem Grund arbeitet die HWNG Rhein e.V. auch eng mit niederländischen Kommunen zusammen.

Durch Schutz- und Gegenmaßnahmen können viele Hochwasserspitzen so weit gekappt werden, dass es erst gar nicht zu Überschwemmungen kommt. Zu den Aufgaben des Vereins gehört es deshalb, darauf hinzuwirken, dass Rückhalteräume - wie zum Beispiel Auenwälder - erhalten oder reaktiviert werden, wie es durch die Anlage von Poldern geschieht. Darüber hinaus versucht die HWNG zu erreichen, dass zukünftig Nutzungen vermieden werden, bei denen durch Hochwasser hohe Schäden entstehen können.